Gottesdienstforum Reformierte Schweiz

Koordinierte Liturgiearbeit

Die Liturgie- und Gesangbucharbeit in den reformierten Kirchen der deutschsprachigen Schweiz wurde unter dem Dach der Liturgie- und Gesangbuchkonferenz (LGBK) im Jahr 2015 zur besseren Koordination, Stärkung und Erweiterung in neue Strukturen überführt. An Stelle der bisherigen ständigen Deutschschweizerischen Liturgiekommission treten projektbezogene Arbeitsgruppen mit Fachleuten aus Liturgie und Kirchenmusik und unter Beteiligung von praxiserfahrenen Berufsleuten, welche die konkreten Projektaufträge ausführen.

Neu geschaffen wurde die Funktion eines «Koordinators im Bereich Gottesdienst, Liturgie und Hymnologie». Diese Beauftragung wird begleitet durch ein Koordinationsgremium. Darin vertreten sind:

  • kantonale Gottesdienstfachstellen
  • Repräsentanten/Repräsentantinnen von Kantonalkirchen
  • das Kompetenzzentrum Liturgik der Universität Bern
  • Kirchenmusiker/-innen
  • das Präsidium der Liturgiekommission des SEK
  • die Fachstelle Aus- und Weiterbildung A + W

Hauptaufgabe dieses Gremiums ist es, die liturgische und hymnologische Grundlagenarbeit zu vernetzen, Projektarbeit anzustossen und zu koordinieren.
siehe Kontakt

Durch die Mitglieder des Koordinationsgremiums und andere für die LGBK tätige Personen bestehen Kontakte zu weiteren Gremien, Verbänden und Institutionen, so

  • zum Reformierten Kirchenmusikverband Schweiz (RKV)
  • zum Schweizerischen Kirchengesangsbund (SKGB)
  • zu den Theologischen Fakultäten der Universitäten Zürich und Basel
  • zur Weiterbildung pwb der Kirchen Bern-Jura-Solothurn
  • zum Weiterbildungsrat (Weiterbildung Schweiz)
  • zur Liturgischen Konferenz der EKD (LK EKD)
  • zur Arbeitsgemeinschaft für ökumenisches Liedgut im deutschen Sprachbereich (AÖL)
  • zur Europäischen Konferenz der evangelischen Kirchenmusik (EKEK)
  • zur Gemeinschaft der evangelischen Kirchen in Europa (GEKE)

Liturgie- und Gesangbuchkonferenz

In der Liturgie- und Gesangbuchkonferenz der evangelisch-reformierten Kirchen der deutschsprachigen Schweiz (LGBK) sind 21 Mitgliedkirchen zusammengeschlossen. Die LGBK wahrt die gemeinsame Verantwortung für Gottesdienst und Musik in den evangelisch-reformierten Kirchen der deutschsprachigen Schweiz, indem sie …
… den Informationsaustausch und das Gespräch unter den Mitgliedkirchen über Fragen der Liturgie, der Kirchenmusik, insbesondere des Gemeindegesangs sicherstellt.
… die liturgische und hymnologische Arbeit in der deutsch- und italienischsprachigen Schweiz in Zusammenarbeit mit verschiedenen Fachstellen, Gremien und Ausbildungsstätten koordiniert.

Zu ihren Aufgaben gehören …
… die Herausgabe bzw. Überarbeitung von liturgischen Materialien (Liturgiewerk, Website) und Gesangbüchern (Reformiertes Gesangbuch, rise up plus), einschliesslich der notwendigen Arbeitshilfen.
… das Engagement für die praktische Aus- und Weiterbildung in den Bereichen Liturgie und Hymnologie (Kurse, Coaching, Tagungen etc.).
… die Förderung einer zeitgemässen Gottesdienstpraxis, unter verstärkter interdisziplinärer Zusammenarbeit.

Für die konkrete Umsetzung dieser Aufgaben sind der Koordinator, das Koordinationsgremium, die Fachkommission Popularmusik (s.u.) und die Sachbearbeiterin verantwortlich.
siehe Kontakt

Fachkommission Popularmusik

Nach etlichen Vorüberlegungen zur Thematik der neuen Musikstile in den Gottesdiensten setzte die Liturgie- und Gesangbuchkonferenz auf Anfang 2011 die Fachkommission Popularmusik (FKP) ein mit dem Auftrag zur Bestandesaufnahme (Institutionen, Projekte, Ausbildung, Materialien), zur Vernetzung vorhandener Ressourcen, zur Feststellung der Probleme und Suche nach Lösungsansätzen sowie zur praktischen Unterstützung bei Materialien, Ausbildung, Richtlinien.

Die Mitglieder der FKP, z.Zt. sechs Musiker und ein Pfarrer mit professioneller Musikausbildung, sind mit Popularmusik oder zusätzlich auch mit traditioneller Kirchenmusik in Kirchgemeinden der Deutschschweiz tätig, drei von ihnen leiten zudem die fachspezifischen Stellen der Landeskirchen Aargau, St. Gallen und Thurgau. Sie streben in ihrer Arbeit eine Verbreiterung der Palette musikalischer Ausdrucksmittel im kirchlichen Leben an, entsprechend der musikalischen „Vielsprachigkeit“ der Menschen unserer Zeit. Resultate der bisherigen Arbeit sind bei Popularmusikalisches aufgezeigt. Eine stärker praxisorientierte Ausrichtung ist mit dem Aufbau eines Netzes von BeraterInnen und Coaches geplant.

Am 23. April 2016 ist die FKP mit der Veranstaltung “go on, rise up!” erstmals an die Öffentlichkeit getreten: Fachtagung zum Thema “Popularmusik in der Kirche” und offenes Singen zum neuen ökumenischen Liederbuch rise up plus. Die FKP unterhält einen Newsletter, der ca. alle zwei Monate erscheint.